Angst vor dem Hund - learning-dogs

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Angst vor dem Hund

In der „Samtpfote“ der Zeitschrift des Katzenschutzbundes trifft man wahrscheinlich auf mehr Menschen die Angst vor Hunden haben als in einer Zeitschrift für Hundehalter. Darum macht es wahrscheinlich auch mehr Sinn hier einen Artikel zu diesem Thema zu schreiben als dort.

Es sind ja auch nicht wenige Menschen die Angst vor Hunden haben. Selbst Menschen die früher einen lockeren Umgang mit Hunden hatten, haben sich durch die negative Berichterstattung in sämtlichen Medien Bange machen lassen. „Mann liest ja so viel“ höre ich öfters und wundere mich. Denn deutlich häufiger lese ich von Autounfällen, von Arbeitsunfällen, von Übergriffen Jugendlicher, von Morden und vielem anderen. Jedes Jahr sterben weit mehr als 3000 Menschen allein durch Verkehrsunfälle, während durch Hunde jährlich weniger als 5 Menschen sterben. Bei fast 6 Millionen Hunden in Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Angriffs unter 1 Promille. Es wäre also viel logischer eine Angst vor Autos zu entwickeln und jedes mal panisch wegzulaufen wenn einem ein Fahrzeug entgegen kommt anstatt auf einen Hund so zu reagieren.

Worauf ich in diesem Artikel hinaus will: Falls Sie Angst vor Hunden haben möchte ich Ihnen mit ein paar einfachen Verhaltensregeln Tipps geben, wie Sie besser durch den Alltag kommen. Wie Sie oben gelesen haben ist die Gefahr absolut gering aber wenn Sie ein paar Dinge beachten, können Sie selbst dazu beitragen die Begegnung mit Hunden deutlich angenehmer zu gestalten.

Die Hunde wollen oft nicht mal etwas Böses. Oft wollen Sie nur schnuppern oder Streicheleinheiten. Menschen mit Angst haben dafür aber wenig Verständnis, denn Sie befürchten gleich einen Angriff. Dann gibt es aber auch fremde Menschen die unbedingt jeden Hund streicheln oder füttern wollen und dadurch lernt der Hund, dass es sich lohnt auf gewisse Zeichen zu reagieren. Ein Teil dieser Zeichen sind bei Hundefreunden und Angsthabern aber gleich. Darum empfiehlt es sich gewisse Zeichen zu unterlassen.

Die häufigste Situation in die man gerät ist die Begegnung auf der Strasse. Mir fallen immer wieder Leute auf die dabei gravierende Fehler machen. Wenn Sie einem Hund begegnen aber keinen Kontakt möchten dann beachten Sie folgendes.

  • Bleiben Sie ruhig wenn Sie einen Hund sehen. Denken Sie an etwas Positives zum Bsp. eine kuschelige Katze oder einen guten Witz.
  • Erklärung =  Hunde riechen Angst und Aufregung und reagieren mit Neugierde. Sie kommen also näher um zu schnuppern.
  • In keinem Falle sollten Sie den Hundehalter auf Distanz anbrüllen, dass er seinen Hund anleinen soll.
  • Erklärung = Durch die Aufforderung erschaffen Sie eine hektische und laute Situation. Sie und der Hundehalter sind dann schon auf Ärger ausgerichtet und der Hund reagiert dadurch womöglich auch ärgerlich.
  • Bleiben Sie nicht stehen.
  • Erklärung =  Dadurch erregen Sie die Aufmerksamkeit des Hundes ganz sicher. Gehen Sie lieber mit Abstand zu Hund und  Halter in normalem Tempo weiter.
  • Lassen Sie Ihre Hände da wo sie sind oder stecken Sie die Hände langsam in die Taschen.
  • Erklärung =  Wenn Sie die Hände hochreißen machen Sie sich interessant. Da könnte ja was Leckeres drin sein. Wauzi wird Sie anspringen wollen.
  • Wenn Sie Taschen oder Dinge tragen dann gilt das gleiche.
  • Erklärung =  Alles was Sie bewegen könnte ein Spielzeug sein und wird dadurch erst Recht interessant.
  • Gehen Sie Links am Halter vorbei.
  • Erklärung =  Die meisten Menschen haben den Rechtsverkehr der Autos im Kopf und bewegen Sich so. Hundehalter aber sollten Ihren Hund links führen. Wenn Ihnen also jemand entgegen kommt der seinen Hund links (aus Ihrer Sicht rechts) führt und Sie links vorbei gehen dann ist der Halter als Puffer zwischen Ihnen und dem Vierbeiner.
  • Wenden Sie den Blick vom Hund ab.
  • Erklärung =  Der Hund denkt womöglich dass Sie etwas von ihm wollen. Wenn er sich bedroht fühlt wird er bellen. Wenn er sich gelockt fühlt wird er näher kommen.
  • Grüßen Sie freundlich und blaffen Sie den Hundehalter nicht an.
  • Erklärung =  Egal ob sich der Halter richtig verhält oder nicht, wenn Sie mit ihm diskutieren wird sich sein Ärger auf den Hund übertragen. Durch Ihre Ablenkung wird er die Konzentration auf sein Tier verlieren.

Wenn Sie also schlicht und ergreifend so tun als hätten Sie gar keine Angst und wären nur ein normaler gut gelaunter Passant, dann werden Sie schnell feststellen, dass diese kleinen Verhaltensänderungen ganz viel bewirken.
Von Begegnung zu Begegnung werden Sie sicherer und Ihr Stress sinkt.

© Text und Bilder: Alexander M. Ewald www.learning-dogs.de 2004 - 2018

Die Dame bleibt stehen, fixiert den Hund, reißt die Hände und die Tasche hoch. Der Hund beginnt sich schon zu interessieren und …
springt als nächstes die Dame sogar an. Genau so sollte es also nicht sein.
So geht’s besser. Hände in die Tasche und mit einem netten Gruß und einem fröhlichen Gedanken auf der richtigen Seite weiter gehen.
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